Österreich: Förderungen, Kredite & Eigenkapital richtig planen
Du hast ein Franchise-System gefunden, das zu dir passt. Das Geschäftsmodell überzeugt, die Gespräche mit dem Franchisegeber laufen gut – und dann kommt die Frage, an der aus einer Idee ein konkretes Gründungsvorhaben wird:
Wie finanziere ich mein Franchise?
Denn auch bei einem erprobten Geschäftsmodell brauchst du Kapital. Wie viel, hängt stark vom System ab. Ein Beratungs- oder Vermittlungsfranchise aus dem Homeoffice hat einen völlig anderen Finanzierungsbedarf als ein Restaurant, Fitnessstudio oder stationäres Handelskonzept.
Die gute Nachricht: Du musst eine Franchise-Gründung nicht zwingend vollständig aus deinen Ersparnissen bezahlen. In Österreich kommen je nach Vorhaben Eigenkapital, klassische Bankfinanzierungen, geförderte Kredite, Garantien, Leasing und verschiedene Förderprogramme infrage.
Der entscheidende Punkt ist jedoch der Zeitpunkt.
Beschäftige dich mit der Finanzierung, bevor du verbindlich investierst oder Verträge abschließt, die bereits als Projektbeginn gelten können.
Bei mehreren Förderinstrumenten ist eine rechtzeitige Antragstellung Voraussetzung.
In diesem Ratgeber zeigen wir dir, wie du den tatsächlichen Kapitalbedarf deines Franchise berechnest, welche Finanzierungsbausteine es gibt und welche Fördermöglichkeiten Gründer in Österreich prüfen sollten.
Kurz erklärt: Wie kann man ein Franchise in Österreich finanzieren?
Eine Franchise-Finanzierung besteht häufig aus mehreren Bausteinen. Möglich sind unter anderem eigenes Kapital, Bankkredite, der aws erp-Kredit, eine aws Garantie, Leasing oder branchenspezifische Förderungen.
Welche Kombination zu deinem Vorhaben passt, hängt unter anderem von Investitionshöhe, Branche, Standort, vorhandenen Eigenmitteln und deiner persönlichen finanziellen Situation ab.
Bevor du mit Banken oder Förderstellen sprichst, solltest du deshalb zuerst eine Frage beantworten können:
Wie viel Geld brauche ich tatsächlich – und wofür?
Wie viel Kapital brauchst du für ein Franchise?
Auf diese Frage gibt es keine pauschale Antwort.
Auf FranchiseCHECK.at findest du Geschäftsmodelle mit sehr unterschiedlichen finanziellen Anforderungen. Bei einigen Konzepten steht vor allem deine eigene Arbeitsleistung im Mittelpunkt. Andere benötigen Geschäftsräume, Fahrzeuge, Maschinen, Warenbestände oder mehrere Mitarbeiter.
Genau deshalb solltest du dich nicht ausschließlich am angegebenen Eigenkapital oder an einer Einstiegsgebühr orientieren.
Entscheidend ist dein gesamter Kapitalbedarf bis zu dem Zeitpunkt, an dem dein Unternehmen ausreichend eigene Liquidität erwirtschaftet.
Typische Kosten einer Franchise-Gründung können so aussehen:
| Kostenbereich | Typische Positionen |
|---|---|
| Einstiegsgebühr | Franchise-, Lizenz- oder Systemgebühr |
| Standort | Kaution, Umbau, Einrichtung, Genehmigungen |
| Ausstattung | Maschinen, Möbel, Computer, Fahrzeuge, Geräte |
| Warenbestand | Erstausstattung und Anfangslager |
| Marketing | Eröffnung, lokale Werbung, Online-Marketing |
| Personal | Gehälter und Lohnnebenkosten |
| Laufende Systemkosten | Franchise-, Lizenz- oder Marketinggebühren |
| Betriebskosten | Miete, Energie, Versicherungen, Software |
| Betriebsmittel | Laufende Ausgaben während der Aufbauphase |
| Liquiditätsreserve | Puffer für einen langsameren Geschäftsaufbau |
| Private Kosten | Lebenshaltungskosten während der Startphase |
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